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Die Freiburger Jusos bekräftigen ihre kritische Haltung gegenüber Alkoholverboten, „wer Jugendliche schützen will, muss auf Prävention setzen“, stellt Juso-Kreisvorsitzender Julien Bender klar.


Es ist mal wieder so weit. Die Landesregierung diskutiert über ein Alkoholverbot in Innenstädten. Dass sich jetzt auch die Grüne-Landtagsfraktion dem Populismus hingibt und ein Alkoholverbot fordert, finden die Jusos ärgerlich und falsch. „Wir Jusos haben den Sinn des Alkoholverbotes immer angezweifelt und tun das auch weiterhin“, betont Julien Bender.

Anstatt auf Verbote setzten die Freiburger Jusos auf Prävention und die Durchsetzung bestehender Gesetze. Denn diese erlauben der Polizei auch jetzt schon Saufgelage von unter 18- jährigen nach 24 Uhr zu unterbinden. „Wenn Jugendliche Hochprozentiges trinken oder alkoholisierte Menschen randalieren, dann verstoßen sie auch jetzt schon gegen geltendes Recht, nur fehlt der Polizei die Personalstärke um derartigen Delikten zu begegnen. Das wird sich mit einem Alkoholverbot nicht ändern“, so die Juso-Pressesprecherin Julia Söhne.  Gestärkt sehen die Jusos ihre Position durch einen Beschluss der SPD Baden-Württemberg, in dem Alkoholverbote abgelehnt werden.

Auch die Praxis bestätigt die Haltung der Jusos. Denn nach dem Scheitern kam es in Freiburg nicht zu der befürchteten Eskalation. Vielmehr scheint die Polizeipräsenz vor Ort entscheidend zu sein.  Und insbesondere die Arbeit von Sozialarbeitern und vielen freiwilligen Helfern wird von den Jusos positiv gesehen.

Die Jusos sind sich einig, dass durch ein erneutes Verbot in Freiburg die Probleme nur verlagert werden. Jugendliche ziehen dann weiter in die Außenbezirke und sind für Sozialarbeiter und Polizei dann nur noch schwer zu erreichen. „Palmer, Salomon und Frank sollten den Problemen lieber direkt ins Auge schauen anstatt blind irgendwelche Verbote zu verhängen!“, ärgert sich Julien Bender.

Der Alkoholkonsum gerade unter Jugendlichen ist sehr bedenklich und das Thema nimmt an Wichtigkeit zu, finden die Jusos. „Gerade deshalb sollte lieber nach einer langfristigen und nachhaltigen Lösung gesucht werden“, so Julien Bender.

Daher fordern die Jusos die Regierung auf, geeignete Maßnahmen  im Präventivbereich zu ergreifen, die das Problem an der Wurzel packen, anstatt sinnlose Verbote zu verhängen. „Das ist kurzfristig teurer, rechnet sich aber langfristig“, betont der Juso Kreisvorsitzende Julien Bender abschließend.

 

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