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PM zu den Vorfällen letzten Mittwoch im Zusammenhang mit dem "Vortrag zur Kritik an
Studentenverbindungen"


Die Juso-Hochschulgruppe Freiburg kritisiert den Umgang des u-asta Vorstands mit Studierenden beim
Vortrag "Kritik an Studentenverbindungen" und fordert die Rückkehr zu einer offenen
Duskussionskultur mit Beteiligung aller Interessierten.

 

Bei der Veranstaltung "Kritik an Studentenverbindungen" kam es in der letzten Woche zu kontroversen
Auseinandersetzungen. Der Veranstalter, der u-asta, ließ einige Verbindungsstudenten und Menschen,
die aufgrund ihres Aussehens für solche gehalten wurden, nicht in den Saal. Daraufhin kam es zu
Störungen von außen, unter anderem durch Klopfen gegen Tür und Fenster sowie das Filmen des
Referenten. All dies ereignete sich in einer emotional aufgeladenen und angespannten Atmosphäre.
Wir bedauern sehr, dass sich die Ereignisse hochgeschaukelt haben und dadurch eine für alle
konstruktive und informative Veranstaltung nicht möglich war. Wir können nachvollziehen, dass
konkrete Angst vor Störungen durch Verbindungsstudenten bestand. Gerade in solch stressigen und
emotionalen Situationen sind die Möglichkeiten über derlei Entscheidungen zu reflektieren nicht
immer gegeben. Was wir allerdings nicht nachvollziehen können ist, dass der u-asta-Vorstand seine
Handlungen im Nachhinein als die bestmöglichen verteidigte. Ein solcher Lösungsansatz, der mit dem
Ausschluss politisch Andersdenkender, der Reduzierung des Meinungsspektrums und letztlich auch der
Diskussionkultur einhergeht, erscheint der Juso-Hochschulgruppe jedenfalls als unangemessene
Vorgehensweise. Insbesondere der Ausschluss von Personen aufgrund ihres Aussehens ist nach unseren
Ansichten ein indiskutabler Vorgang, der sich nicht wiederholen darf.

 


Zum einen gab es die Möglichkeit, alle Studierenden in den Saal zu lassen und potenzielle Störungen in
Kauf zu nehmen. Wäre es zu Zwischenfällen gekommen, hätte man diese Menschen des Saals
verweisen können, zur Not auch unter Mithilfe der Polizei. In einem solchen Fall hätten sich Störende
selbst diskreditiert und ihr Verständnis von Meinungspluralismus offen gelegt.
Eine weitere Möglichkeit wäre gewesen, die Veranstaltung in zwei Blöcke zu teilen. So hätte eine
Veranstaltung als geschützter Raum für eine Diskussion über Verbindungen dienen können, die zweite
Veranstaltung für eine Diskussion gerade mit Verbindungen. Ein solches Verfahren wäre sowohl den
Interessen des u-asta, als auch denen der Verbindungsstudenten entgegengekommen.


"Es ist unbedingt notwendig, dass Veranstaltungen des u-asta wieder für alle Studierenden zugänglich
sind und die eigenen Ideale ernst genommen werden.", so Amrei Schmidtpott, Sprecherin der Juso
HSG. Diskussionen müssen auch mit andersdenkenden Gruppen und politischen Gegnern geführt
werden. Dieser Grundsatz wird von allen Beteiligten immer wieder eingefordert, dementsprechend
müssen sich jedoch auf der anderen Seite alle Beteiligten an diesen Grundsatz halten und sich an ihm
messen lassen. Nur wer anderen mit Toleranz begegnet, kann dafür sorgen, dass eine lebendige,
kritische und offene Diskussionskultur an unserer Universität bestehen bleibt.

 

SprecherInnen:

Amrei Schmidtpott 015204832432 This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Jana  Makowiec 0157 84930357 This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Jakob Lohmann 0178 3399467 This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

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