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Pressemitteilung des Juso KV-Freiburg und der Juso Hochschulgruppe Freiburg

Studentenwerk beauftragt Sicherheitsfirma und überwacht eigene Studentinnen mittels fragwürdiger Methoden. Jusos fordern Aufklärung!


Das Studentinnenwohnheim St. Luitgard steht kurz vor dem Abriss. Letztlich konnte auch die engagierte Kampagne gegen die Schließung den Abriss nicht verhindern. Der Auszug der Bewohnerinnen steht nun kurz bevor. „Wir bedauern den Abriss sehr, Freiburg geht damit ein wichtiger Teil seiner Wohnkultur verloren. Dass vor diesem Hintergrund die Bewohnerinnen auch noch Repressalien einer Sicherheitsfirma ausgesetzt wurden, ist absolut unverständlich.“, so Leonard Edelmann, Sprecher der Juso Hochschulgruppe.

Der Grundstückseigner des Wohnheims ist die Familienheim Baugenossenschaft e.G., welche sich schon vor geraumer Zeit dazu entschlossen hat, die Gebäude des Wohnheims abzureißen und Apartmenthäuser auf den frei gewordenen Grundstücken zu errichten. „Wir hätten uns mehr Kooperationsbereitschaft von Seiten der Familienheim gewünscht“, so der Juso-Kreisvorsitzende Julien Bender. Eine Einladung zu einem Runden Tisch schlug der Vorsitzende der Baugenossenschaft aus und verweigerte gegenüber Studierendenvertretern eine Diskussion über die Hintergründe seines Geschäftsgebarens.

Am 31. März endet der Mietvertrag und das Studentenwerk (derzeit Hauptmieter) ist dazu angehalten, die Gebäude ordnungsgemäß dem Eigentümer zu übergeben. Unter fragwürdigen Begründungen engagierte das Studentenwerk zum Wochenende eine Sicherheitsfirma. Die Studentinnen wollten am Samstag eigentlich ein würdiges Abschlussfest feiern, standen dann aber vor einem verriegelten Gemeinschaftsraum und zugenagelten Fenstern. Bewohnerinnen und Gäste wurden mit Einlasskontrollen konfrontiert. Zudem hatte die Sicherheitsfirma Kameras installiert und über deren Einsatz jede Auskunft verweigert. „Das ist ein absolut unangemessener Eingriff in die Privatsphäre der Bewohnerinnen und die Unverletzlichkeit der Wohnung. Ein solcher Eingriff am Rande der Legalität und auf Kosten der Studierenden – diese finanzieren mit ihren Beiträgen den Auftraggeber der Sicherheitsfirma, das Studentenwerk – ist ein Skandal. Das bedeutet, die Studierenden wurden auf ihre eigenen Kosten von einem Sicherheitsdienst tyrannisiert“, so Juso-Pressesprecher Jakob Fuchs. Edelmann ergänzt: „Der Sicherheitsfirma wurden zur Einlasskontrolle offenbar Bilder und Namen der Bewohnerinnen ohne deren Einwilligung gegeben. Wenn das stimmt, muss der oder die Verantwortliche im Studierendenwerk die Konsequenzen ziehen. Hier wurden die Grenze der Legalität deutlich überschritten und die Rechte der Bewohnerinnen mit Füßen getreten.“.

Der Juso Kreisverband Freiburg und die Juso Hochschulgruppe fordern eine unverzügliche Aufklärung über das Geschehene. Sollten sich dabei die Vorwürfe erhärten, müssen Konsequenzen gezogen werden. „Das kann und darf so nicht stehen bleiben“, betont Julien Bender. Wenn das Studentenwerk Freiburg schon nicht in der Lage ist das Wohnheim zu halten, so soll es doch bis zuletzt den Bewohnern eine würdevolle Wohnatmosphäre ermöglichen! Selbst vor einem Abriss des Wohnheims haben die Bewohnerinnen Recht und Anspruch auf ein würdevolles Wohnen ohne Repressalien einer Sicherheitsfirma. Dass mit deren Einsatz so fragwürdige Methoden zum Einsatz kamen und offenbar widerrechtlich gehandelt wurde, verurteilen wir aufs Schärfste.

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