Anlässlich der unmenschlichen Abschiebung einer alleinerziehenden Mutter aus Freiburg mit sechs, teils kranken Kindern, ins bitterkalte Serbien, gehen die Jusos Freiburg mit den Verantwortlichen hart ins Gericht und verurteilen dieses Vorgehen aufs Schärfste. "In Serbien hat es aktuell bis zu -20 Grad! Die Mutter mit ihren Kindern, von denen eines eine geistige Behinderung hat, war schon hier auf jede Hilfe angewiesen und sieht sich nun in Serbien mit Eiseskälte, schlechter medizinischer Versorgung und drohender Obdachlosigkeit konfrontiert." kritisiert Max Grölich, Vorstandsmitglied und Pressesprecher der Jusos Freiburg und führt weiter aus: "Die zuständingen Behörden wissen um diese Zustände und schieben dennoch ab, dies is zutiefst unmenschlich und kommt fahrlässiger Körperverletzung gleich!"

 

"Was wir hier sehen ist die Konsequenz der Zustimmung zur Drittstaatenregelung durch den grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, sowie aus dem Asylkompromiss der Großen Koalition." erklärt der Juso-Kreisvorsitzende Claus-Georg Nolte. Mit Blick auf die Landes- und Bundespolitiker*innen, die sich in der Vergangenheit gegen die Abschiebung der Familie eingesetzt haben, ergänzt er: "Der Kampf gegen die Abschiebung in ausgewählten Einzelfällen ist kein Ersatz für eine humane Gesetzgebung! Diese Abschiebung ist das logische Ergebnis des neuen Asylkompromisses. Wer sich auf Arrangements mit der Union einlässt und Menschenrechte zur Verhandlungssache erklärt muss damit rechnen, dass die Resultate soziale Kälte und Unmenschlichkeiten sind!" "Das Land hat sein inoffizielles Versprechen, über den Winter niemanden aus Baden- Württemberg abzuschieben, ohne Vorwarnung gebrochen. Insbesondere Innenminister Reinhold Gall sehen wir in der Verantwortung.", ergänzt Silvia Fiebig, Vorstandsmitglied der Jusos Freiburg und führt weiter aus: "Es kann nicht sein, dass Menschen, welche vor Armut, Verelendung und rassistischer Gewalt nach Deutschland fliehen, einfach wieder in ihre Heimatländer zurückgeschickt werden. Für uns ist diese Praxis nicht nur eine politische, sondern auch eine moralische Bankrott-Erklärung des Landes Baden-Württemberg und der Bundesrepublik Deutschland!" "Um derlei Tragödien in Zukunft zu verhindern fordern wir Jusos Freiburg daher kurzfristig einen offiziellen Winter- und mittelfristig einen Ganzjahres-Abschiebestop für Baden- Württemberg." kommentiert Julia Söhne, stellvertretende Juso-Kreisvorsitzende und Gemeinderätin. "Zudem muss die Drittstaatenregelung sobald wie möglich zurückgenommen werden, um den Menschen aus diesen Staaten hier eine sichere Zuflucht zu gewährleisten. Wer bleiben will, soll bleiben! Kein Mensch ist illegal!"

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