Die Freiburger Jusos versammelten sich auf dem Rathausplatz in Freiburg, um zu zeigen wer die (zukünftigen) LeistungsträgerInnen der Gesellschaft sind und um sich gegenseitig zu zuprosten. „Unser Lifestyle der ist teuer, deshalb keine Reichensteuer“, rief Julien Bender der Kreisvorsitzende der Schampus-Jusos in die Menge. Warum die Jusos in ihren schicken Outfits so ausgelassen jubelten war schnell zu erkennen: Die reichsten 10% in der BRD haben die Krise weitestgehend unbeschadet überstanden und ihre Vermögen stellenweise sogar vergrößert, im internationalen Vergleich steht Deutschland besser da denn je und die Hysterie um eine stärkere Besteuerung von Vermögen oder andere Maßnahmen zur Umverteilung ist weitestgehend abgeklungen. Da es der gesellschaftlichen Elite gut geht, geht es allen gut – so lautet die Botschaft der Schampus-Jusos an diesem Tag.


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Mit dieser satirischen Aktion, die im Rahmen der bundesweiten Aktionstage zum Thema „UmFAIRteilen“ stattfand, wollten die Jusos jedoch auf einen sehr ernsten Umstand aufmerksam machen: „An den Finanzmärkten werden trotz Krise weiterhin riskante Spekulationen betrieben. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander und das Spardiktat der Troika führt zur Verarmung und Entdemokratisierung ganzer Staaten“, erklärt Julia Söhne, stellvertretende Landesvorsitzende der Jusos in Baden-Württemberg. „Doch die Bundesregierung scheint sich nur für die Interessen der Banken und Reichen zu interessieren“, ergänzt Juso-Kreisvorsitzender Julien Bender. Mit der zynischen Übertreibung der „Jubeldemo“ wurden die Freiburger Passantinnen und Passanten auf diese Probleme hingewiesen und für soziale Ungerechtigkeiten sensibilisiert.

„Die gigantischen Vermögen, die selbst in Krisenzeiten weiter wachsen, werden kaum oder gar nicht besteuert“ erklärt Katharina Günther, stellvertretende Kreisvorsitzende der Jusos in Freiburg. Jetzt müssen nach Meinung der SPD Jugendorganisation endlich auch die großen Vermögen an den Kosten der Krise beteiligt werden - am besten europaweit.

 

„Dies muss unter anderem mit einer einmalige Vermögensabgabe, die einen substanziellen Teil der großen Vermögen zugunsten des Gemeinwesens umverteilt, getan werden“, so Julien Bender. Um dauerhaft bedeutende Finanzmittel für die öffentlichen Aufgaben aufzubringen und der sozialen Ungleichheit unserer Gesellschaft entgegenzuwirken, muss wieder eine Vermögenssteuer erhoben werden. Steuerflucht muss konsequent bekämpft werden und Steueroasen müssen ausgetrocknet werden. So lauten die Forderungen der Jusos in Freiburg.

 

„Dazu brauchen wir eine Politik, die für mehr Gerechtigkeit steht. Denn wir wollen eine verbesserte und sozial gerechte Finanzierung des Sozialstaats.“ meint Julia Söhne.

 

 

 

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